
Häufig gestellte Fragen
Zu Ihrer Unterstützung haben wir untenstehend die am häufigsten gestellten Fragen zusammengefasst.
1. Frage: Gelenkblockaden
Wann hat ein menschliches Gelenk ein Problem und was sind die Ziele einer optimalen Gelenkbehandlung?
Antwort: Der menschliche Bewegungsapparat hat viele grosse und kleine Gelenke, insgesamt sicher über 100 Gelenke. Gelenke verbinden Knochen und sind je nach Funktion verschieden aufgebaut und geformt. Aber alle haben einen Knorpelüberzug und passen wie Inkasteine genau aufeinander. Jedes Gelenk hat auch einen Kapselbandapparat zur guten Gelenkführung und Stabilität. Manchmal gibt es als Puffer einen Meniskus oder eine Art Bandscheibe zwischen den benachbarten Gelenkteilen.
Gelenkprobleme melden sich als Funktionsstörung mit Schmerzen,
Schwellung und Bewegungsstörung. Oft nach einem Sportunfall oder auch einfach so, ohne ersichtliche Ursache. Gelenkprobleme sind meistens ein eigentliches Hardwareproblem unseres Körpers, d.h. oft steht eine mechanische Ursache dahinter wie ein Meniskusriss am Knie oder eine Arthrose an Händen oder Hüfte. Nach Unfällen finden wir Bänderrisse und Frakturen. Die Folge davon sind instabile Gelenke und Arthrose.
Ziel der Behandlung eines jeden Gelenkproblemes ist die Wiederherstellung von Schmerzfreiheit, volle Beweglichkeit (Mobilität) und einwandfreie Gelenkführung (Stabilität). Damit werden die Gelenke wieder trainierbar und der Muskelaufbau kann gefördert werden für den Gebrauch im Alltag und Sport.
2. Frage: Arthrose
Was versteht man unter einer Arthrose? Ist Arthrose erblich oder einfach nur Schicksal?
Antwort: Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Allein in Deutschland und in der Schweiz leiden über 20 Millionen Menschen zeitweilig an Arthrosebeschwerden. Im Vordergrund steht der Knorpelbelag der Gelenke. Der Knorpelüberzug (elfenbeinartige Glasur) ist entscheidend über das Stadium der Arthrose und die möglichen Beschwerden. Arthrose ist ein weiter Begriff und wird von Ärzten und Laien zu leichtfertig verwendet, um Gelenkschmerzen und Schwellungen zu erklären.
Es gibt primäre und sekundäre Arthrose. Als Auslöser steht meistens ein kleiner Unfall dahinter verbunden mit Übergewicht. Manchmal ist eine rheumatische Erkrankung der Grund. Der Zeitfaktor spielt eine entscheidende Rolle bei der Überlastung des Gelenkknorpels und dem Verschleiss der Gelenke.
Arthrose ist nicht erblich im üblichen Sinne. Verhaltensmuster wie grober Umgang mit dem eigenen Körper und Inkaufnahme von Risiko und Sportunfällen fördern die Arthroseentwicklung. Der gewichtigste Faktor für Arthrose ist im wörtlichen Sinn das Gewicht. Jedes Kilogramm Körpergewicht belastet die Gelenke und fördert den Verschleiss des Knorpels. Auch die Symptome Schmerzen und Schwellung stehen mit der Belastung und Gewicht im engen Zusammenhang.
3. Frage: Sportunfall mit Kreuzbandriss
Fast jeden Tag lesen wir in der Zeitung von Kniebänderrissen und Kreuzbandoperation nach einem Sportunfall. Besteht vor allem beim Skifahren und im Ballsport wie Fussball und Handball eine grosse Gefahr für die Kniegelenke?
Antwort: Die Kniegelenke sind die am meisten beanspruchten Gelenke bei fast allen Sportarten und haben wegen des langen Hebelarmes hohe Kräfte auszuhalten. Im Vordergrund stehen bei einer Knieverrenkung die Kapsel-bänderrisse neben dem klassischen Meniskusriss. Beim gewöhnlichen Sportunfall sind meistens die Seitenbänder betroffen, unter wechselnder Mitbeteiligung der Kreuzbänder. Dabei spielt das vordere Kreuzband die Hauptrolle bei der Kniestabilität.
Wenn bei einer Knieverdrehung ein mechanisches Geräusch wahrgenommen wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dabei wichtige Bänder zusammen mit dem Meniskus, oder im schlechten Fall auch mit Knorpel, beschädigt worden sind. Ein Kniebänderriss braucht in der Regel eine Spezialbeurteilung durch Fachärzte und oft eine Röntgenbeurteilung inklusive MRI.
Das vordere Kreuzband und der Meniskus brauchen eine Konservative oder sogar eine operative Behandlung . Eine genaue Diagnose ist wichtig, auch beim so genannten Bagatellunfall. Hingegen ist die Operation ist nicht immer dringlich. Diagnose und Therapie werden durch Spezialisten beurteilt und gehören wirklich in die Hände von Fachleuten, um möglichst wenige Langzeitschäden, sprich Arthrose, zu riskieren.
Ziele bei Kniebänderrissen:
Einwandfreie Diagnose der Verletzungsmuster beim Spezialisten. Optimale konservative und operative Behandlungplanung. Best Practice.
4. Frage: Meniskusverletzung
Mein Knie ist nach einer Verdrehung in der Hocke leicht blockiert und schmerzt auf der Innenseite vor allem bei Drehbewegungen. Soll ich wegen Meniskusverdacht zum Arzt?
Antwort: Im Kniegelenk gibt es einen inneren und einen äusseren Meniskus. Das sind Knorpelringe mit Puffer- und Schmierfunktion. Mit dem Alter werden diese Knorpelscheiben spröde und können schon bei unbedeutenden Rotationsbelastungen einreissen wie eine Bandscheibe an der Wirbelsäule. Das Kniegelenk kann dieses mechanische Problem nicht selber lösen ohne Gefahr der Arthroseentwicklung.
Bei Verdacht auf einen Meniskusriss lohnt es sich auf jeden Fall einen Kniespezialisten aufzusuchen, der einen guten Namen in der Kniechirurgie und speziell in der Arthroskopie hat.
Mit der Knieuntersuchung in der Sprechstunde des Arztes und einem MRI (Magnetresonanztomographie) kann der Spezialist eine klare Diagnose stellen und dem Patienten in der Regel das mechanische Problem zeigen und erklären. Auch die notwendige Kniearthroskopie lässt sich gut erklären und wird für den Patienten verständlich. Die Prognose für das Kniegelenk ist mittel- und langfristig vom Knorpelbelag abhängig, sprich der Arthrosegrad ist entscheidend.
Achtung: Meniskusrisse stehen am Beginn der Kniearthrose
5. Frage: Hüft- oder Kniearthrose
Seit 1 bis 2 Jahren habe ich zunehmend Hüftschmerzen mit Ausstrahlung in das Kniegelenk. Am Morgen und nach längerem Sitzen habe ich Anlaufschmerzen, vor allem in der Leiste. Kann das eine Hüftarthrose sein?
Antwort: Anlaufschmerzen im Gesäss und in der Leiste können Anzeichen sein für eine Arthrose im Hüftgelenk. Belastungsabhängige Schmerzen und zunehmende Bewegungseinschränkung mit Behinderung bei der Fusspflege und beim Schuhebinden sind ebenfalls Symptome bei Hüftarthrose.
Falls solche Schmerzen und Bewegungseinschränkung mit sanften Massnahmen innert Wochen nicht wieder verschwinden, sollte ein auf Gelenke spezialisierter Arzt aufgesucht werden zur genauen Abklärung der Ursache.
Mittels der Befragung des Patienten (Anamnese) und der Gelenkuntersuchung (Befunde), sowie einem Röntgenbild kann der Gelenkspezialist schon eine gute Aussage über den Zustand Ihrer Gelenke und Ihres Bewegungsapparates machen.
Die Therapie der Hüftgelenkabnützung /Hüftarthrose ist je nach Schweregrad konservativ oder operativ. Die heutigen Operationsmethoden beim Gelenkersatz sind schonende und sichere Verfahren mit guten Resultaten und dankbaren Patienten. Im Vordergrund steht bei der Arthrose die Wiederherstellung der Lebensqualität in jedem Lebensalter.
6. Frage: Rückenschmerzen
Mein Rücken schmerzt seit einer Woche im Lendenbereich. Beim Husten und Pressen zieht der Schmerz ins linke Bein. Brauche ich ein Röntgenbild?
Antwort: Der Rücken wird unterteilt in die Hals-/Brust- und Lendenwirbelsäule. Am häufigsten ist die Lumbalgie (Hexenschuss). Aber auch Schmerzen im Brustkorbbereich sind nicht selten wegen der Wirbelsäule und können sogar die Atmung behindern.
Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. Die Schmerzen kommen meistens von verspannter Muskulatur oder blockierten Wirbel-/ Rippengelenken. Auch die Ileosakral-Gelenke (Uebergang Kreuzbein/Becken) bewirken oft ins Bein ausstrahlende Beschwerden. Der Bandscheibenvorfall ist gefürchtet.
Falls die Schmerzen innert Wochenfrist mit Hilfe sanfter Methoden nicht rückläufig sind oder Hinweise vorliegen für eine Nerveneinklemmung wegen Bandscheibenvorfall, sollte ein spezialisierter Arzt oder Chiropraktor aufgesucht werden zur genauen Abklärung der Ursache und optimierten Therapie.
Die Therapie der Rückenbeschwerden richtet sich nach der vermuteten Ursache und ist meistens im Beginn konservativ. Die Behandlungsstrategie wird in Absprache mit dem Arzt festgelegt und der Erfolg kontrolliert. Bei Versagen der Therapie muss nach einer gewissen Zeit eine eingehende Abklärung durchgeführt werden.
7. Frage: Schulterschmerzen
Schulterschmerzen sind häufig in der Nacht zunehmend und stören den Schlaf. Wieso schmerzt es in der Nacht und vor allem in der Seitenlage.
Antwort: Das Schultergelenk ist anatomisch eine komplizierte Angelegenheit.
Mehrere Gelenke arbeiten zusammen. Das eigentliche Kugelgelenk ist angewiesen auf die gute Beweglichkeit im Schulterblatt und die intakte Muskulatur. Hoch empfindlich sind die Sehnenstrukturen um den Oberarmkopf und die Kapselschleimhaut.
Häufigste Ursache für Schmerzen sind Fehlbelastung der Muskulatur und Entzündungen der Gelenkschleimhaut. Nicht selten steckt eine mechanische Ursache dahinter wie ein Sehnenriss der Rotatorenmanschette oder Schäden nach einer Luxation. Stürze in der Vergangenheit hinterlassen manchmal Schäden, die erst später Symptome machen.
Nachtschmerzen sind beunruhigend und stören die Lebensqualität.
An der Schulter ist der nächtliche Schmerz ein Hinweis auf Entzündung der umgebenden Gelenkstrukturen – Weichteilrheuma im Laienjargon.
Die Schulterschmerzen gehören in die Hand des erprobten Arztes, der gut abwägt zwischen Behandlung und notwendige Abklärung.
Falls eine mechanische Ursache vermutet wird, liefert ein MRI, das heisst eine Magnetresonanzuntersuchtung, gute Hinweise.
Die Therapie an der Schulter ist erfolgsversprechend. Meistens kommt man konservativ zum Ziel. Die operativen Methoden sind mit der Schulterarthroskopie genau anwendbar und präzise auf die zugrunde liegende Ursache gerichtet.
8. Frage: Sehnenriss an der Schulter
Nach einem Sturz auf die Schulter ist mein Arm wie gelähmt gewesen für etwa 1 Woche, dann wurde es besser, aber die Schmerzen in der Schulter bleiben, vor allem bei Arbeiten über Schulterhöhe und nachts. Was ist wohl die Ursache?
Antwort: Stürze auf den Arm oder die Schulter können zu Sehnenrissen am Schultergelenk führen. Eine Sehnenplatte (Rotatorenmanschette) um den Oberarmkopf hält die Kugel fest in der Pfanne. Bei einem Sturz oder einer heftigen Verrenkung des Armes können diese kräftigen Haltesehnen reissen. Dies bewirkt einen Kraftverlust im Arm unmittelbar nach dem Sturz und macht eine scheinbare Lähmung, die sich nach ein bis zwei Wochen wieder zurückbildet.
Ist die Sehne ganz gerissen bleiben die Schmerzen über Monate bestehen und machen den Arztbesuch unumgänglich. Der Spezialist kann dann mit der Untersuchung der Schulter und einem MRI (Magnetresonanzuntersuchung) und/oder einer Sonographie den Zustand der Sehnen an der Schulter beurteilen. Sollte sich ein Sehnenriss bestätigen, so muss die operative Behandlung zumindest diskutiert werden.
Eine operative Reparatur der Sehnen an der Schulter lohnt sich im arbeitsfähigen Alter auf jeden Fall, um Langzeitschmerzen und Invalidität abzuwenden. Die Sehnenrisse an der Schulter sind quasi die Arthrose des Schultergelenkes. Die strukturelle Verletzung bewirkt eine schmerzhafte Entzündung der Gelenkkapsel, des Schleimbeutels und der umgebenden Muskulatur. Über die Jahre entsteht auch eine effektive Arthrose mit Abnützung des Gelenkknorpels.
9. Frage: Zweitmeinung vor/nach einer Gelenkoperation
Vor genau einem Jahr bin ich am Knie operiert worden, nur wegen einem Meniskus und etwas Arthrose. Und jetzt wird mir zu einer neuen Operation geraten. Ich verstehe das nicht.
Antwort: Operationen sind für jeden Menschen eine heikle Sache. Meistens verstehen wir aufgrund der Diagnose die Notwendigkeit für einen operativen Eingriff und wünschen uns die Operation wegen des Leidensdruckes. Die Schmerzen alleine sind aber ein schlechter Ratgeber. Die so genannte Operationsindikation wird vom Spezialisten, dem verantwortlichen Chirurgen gestellt und hinreichend erklärt. Die Entscheidung zur Operation wird miteinander gefasst. Manchmal braucht es für diese Entscheidung auch Zeit und eventuell eine zweite Meinung. Sehr wichtig ist das Vertrauen in den Operateur und sein Team. Das gegenseitige Vertrauen ist die Basis für den Erfolg und die gute Genesung.
Am Beispiel einer Knieoperation basieren der Erfolg und die Prognose sicher auf dem Können und den Fähigkeiten des Spezialisten und seiner Infrastruktur.
Heute und in Zukunft wird die Spezialisierung bei Operationen immer wichtiger.
Die Prognose nach Operationen ist aber auch gegeben durch die genaue Diagnose. Im Falle der Knieoperation bestimmen der Arthrosegrad und allfällige Begleitschäden wie Bandverletzungen die Prognose. Manchmal sind weitere Eingriffe notwendig, um die schmerzfreie Funktion wieder herzustellen.
Es gibt heute eine ganze Palette von konservativen und operativen Therapien am Bewegungsapparat und an den Gelenken. Es stehen viele Spezialisten zur Verfügung. Eine Zweitmeinung ist keine teure Sache im Vergleich zu einer misslungenen Therapie. Auch ein verpasster Meniskusriss ist eine leidige Sache und kann zu Arthrose führen.
Bei Gelenkschmerzen und Arthrose kann heutzutage eine genaue Ursachen- und Standortbestimmung durchgeführt werden. Zögern Sie nicht und holen Sie eine Zweitmeinung bei uns ein.
10. Frage: Rehabilitation
Vor 6 Wochen wurde ich am Schultergelenk operiert und kann es nun fast nicht mehr bewegen. Soll ich in eine Physiotherapie gehen oder in die Kur?
Antwort: Fast nach allen Operationen oder Verletzungen an den Gelenken kommt es zu Störungen in der Beweglichkeit und zur Abnahme der Muskelkraft und Verminderung der Koordination. Ein Sportler kennt seinen Körper und manchmal gelingt es ohne Fremdhilfe wieder beschwerdefrei und fit zu werden.
Es gibt aber Spezialisten für die Rehabilitation, welche nach Operationen für die Wiederherstellung der Gelenke und der Muskelfunktion zuständig und verantwortlich sind. In der Physiotherapie erhalten Sie Anleitung und Ratschläge für ein Rehabilitationsprogramm. Die auf den Patienten zugeschnittenen Trainingsprogramme helfen sehr, um die Alltagsfunktionen wieder zu erlernen und den Einstieg in den Sport wieder zu finden. Mit der spezialisierten Rehabilitation kann die Arbeitsfähigkeit rascher hergestellt werden.
Am Schultergelenk wie auch an allen anderen Gelenken kann eine Schulung durchgeführt werden, um einen korrekten Bewegungsablauf zu erlernen und die Haltung zu verbessern. Diese Schulung für den Bewegungsapparat umfasst Programme für den Rücken, die Kniegelenke, die Hüften, die Füsse u.a.
Die Medizinische Trainingstherapie ist eine Zwischenphase nach Operation und erster Rehabilitation. Die Trainingstherapie leitet über in den normalen sportlichen Alltag und entlässt den Patienten in die so heiss ersehnte Selbständigkeit im Alltag und bei der Arbeit.
11. Frage: Künstliches Hüft- oder Kniegelenk
Mein Arzt hat bei mir Arthrose im Hüft- und Kniegelenk diagnostiziert. Wann brauche ich ein künstliches Gelenk? Ist der Gelenkersatz eine sichere Sache?
Antwort: Knie- und Hüftschmerzen wegen einer Arthrose sind eine leidige Sache, da diese Gelenkschmerzen den Alltag behindern. Oft genügen Medikamente nicht mehr, um den Gehradius zu sichern. Selbst das Einkaufen wird zu Qual. Die Beweglichkeit der Gelenke nimmt ab und Hinken stellt sich ein. Die Lebensqualität ist im Eimer, Sport nur noch im Wasser möglich. Was machen?
Gelenkspezialisten haben keine Schwierigkeiten, um eine Arthrose zu diagnostizieren. Eine gute Untersuchung zusammen mit einem Röntgenbild sichert weitgehend die Diagnose der Arthrose und zeigt auch den Schweregrad der Gelenkabnützung (Knorpelabrieb).
Bei ausgeprägter Arthrose hilft meistens nur noch die Operation. Ein Kunstgelenk ist ein Implantat, das die Funktion des eigenen Gelenkes übernehmen und natürlich die Lebensqualität wieder auf Vordermann bringen soll. Lebensqualität ist ein legitimer Anspruch von Geburt an bis ins hohe Alter.
Wenn die Lebensqualität wegen einer Arthrose leidet, so haben wir heute die wunderbare Chance, mit den Kunstgelenken fast an allen Gelenken helfen zu können. Heute bestimmt der Patient zusammen mit dem Arzt, wann der Zeitpunkt gekommen ist für die Operation. Ein Kunstgelenk nützt solange man es noch braucht für die schmerzfreie Mobilität im Alltag und im Sport, das heisst solange das Herz auch noch mitmacht für den Bewegungsradius. Das Kunstgelenk ist die Lösung aus Titan und anderen vom Körper akzeptierten Materialien.
12. Frage: Gentechnologie und Injektionen
Ich bin erst 22 Jahre alt und soll schon Arthrose haben. Die Kniescheibenschmerzen seien auf Arthrose zurückzuführen, kann man da etwas dagegen tun?
Antwort: Der Arthrosebegriff wird zu leichtfertig benützt um Gelenkschmerzen zu erklären. Abnützungen können immer vorliegen, kommen aber nicht einfach so vom Himmel geflogen.
Knorpelschäden sind das Substrat der Arthrose. Zur Vermeidung von Knorpelschäden an den Gelenken können wir selber sehr viel beitragen. Nur schon ein normales Körpergewicht ist für die Gelenke Gold wert. Die Vermeidung von Risikosportarten, um keine Sportunfälle zu erleiden, ist ebenfalls zu bedenken.
Falls doch Arthrose und Knorpelabnützungen vorliegen, gibt es schon heute viele Behandlungen und in Zukunft noch zusätzliche Methoden, unter anderem aus der Gentechnologie, um Abhilfe zu schaffen und/oder den Knorpel sogar wieder aufzubauen.
Es gibt verschiedene Injektionsmethoden und vor allem viele verschiedene Mittel und Medikamente, welche auf den Gelenkknorpel wirken und schmieren helfen. Die grosse Frage ist nur, welche Mittel sind effektiv und wirksam im eigenen Fall.
Ihre persönliche Arthrosetherapie und Regeln für die allgemeine Gelenkhygiene können die Arthrose stoppen.
Rechtlicher Hinweis: Gerne beantworten wir Ihre Gelenk- und Arthrose-Fragen. Die Antworten sind immer ohne Gewähr und erfolgen unter Ablehnung jeder medicolegalen Verantwortung. Jede von Ihnen abgeleitete Meinung und Massnahme geschieht in Ihrer eigenen Verantwortung.
